| Entscheidend ist die Persönlichkeit des Bewerbers |
|
|
|
Arbeitskreis „Bundeswehr & Handwerk in der Nahe-Region“ zu Besuch bei Michelin![]() Die Arbeitskreismitglieder besichtigen die Endprüfung der gefertigten Reifen im Michelin Werk Bad Kreuznach. Foto: HwK Koblenz Bad Kreuznach. Zum 31. Treffen des in 1994 gegründeten Arbeitskreises „Bundeswehr & Handwerk“ trafen sich sechzehn Personalverantwortliche aus Bundeswehreinheiten in der Nahe-Region und Vertreter der Handwerkskammer (HwK) Koblenz im Michelin Reifenwerk Bad Kreuznach. Michelin-Personalchef Oliver Beck, der die Besichtigung leitete, war selbst 14 Jahre lang Zeitoffizier gewesen. Wichtige Stationen seines militärischen Werdeganges waren neben der Panzergrenadier- und Heeresfliegertruppe das Studium an der Bundeswehruniversität, Auslandseinsätze in Bosnien und Frankreich sowie seine Tätigkeit als Hörsaalleiter an der Heeresfliegerschule in Bückeburg. Kennen gelernt hatte er die Firma Michelin über einen Absolventenkongress in Köln. Seine Tätigkeit begann im August 2003 als Personalreferent am Michelin-Standort Homburg. Beck präsentierte den Gästen zunächst das 1889 gegründete französische Familienunternehmen und dessen Standort Bad Kreuznach. Bei der anschließenden Führung durch die Produktionsanlagen verdeutlichte Ingenieur Heinz-Günter Schwenk die Komplexität der Reifenherstellung. Sie erfordert die Verarbeitung von über 200 Werkstoffen, die nach definierten Verfahren ein Endprodukt liefern sollen, das höchsten Anforderungen an Sicherheit, Umwelt und Langlebigkeit genügen muss. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss die Produktion gleichzeitig wirtschaftlich erfolgen. Dies gelingt durch ein Verfahrensmanagement, bei dem in allen Fertigungslinien „Lagezentren“ geführt werden, in denen alle relevanten Daten und Einflussfaktoren erfasst, von den Führungskräften kurz nach Schichtbeginn mit den Teams besprochen sowie in angemessene Entscheidungen und Reaktionen umgesetzt werden. Michelin und BundeswehrDer Michelin-Personalchef Oliver Beck ist für die Bewerbung von Soldaten offen. Entscheidend sei die Persönlichkeit des Bewerbers. Hoch geschätzt würden Führungserfahrung und Prozess-Denken von Offizieren und Unteroffizieren, doch müssten sich diese in Auftreten und Sprache dem Zivilleben anpassen. Erwartet würde von neuen Mitarbeitern, respektvoll, aber auch „unbequem“ zu sein, das hieße, immer wieder Fragen zu stellen, Mitarbeiter-Feedbacks einzuholen und zu verwerten. Ziel sei es, ständig Fortschritt zu generieren. Im Unterschied zur Bundeswehr werde das unternehmerische Denken eines Betriebes wesentlich an messbaren Indikatoren ausgerichtet, die zur Standortsicherung beitragen. Ob Persönlichkeit und Fachkompetenz mit der Michelin-Philosophie übereinstimmen, wird in einem Erstkontakt von fünf Michelin-Mitarbeitern durch Doppelgespräche, einen Firmenrundgang sowie ein Zweitgespräch überprüft. Führungskräfte werden in Nachwuchskräfte- und Mentoring-Programmen weiterentwickelt, die von der Zentrale in Karlsruhe organisiert werden. Ausdrücklich angeboten wurde, dass Bundeswehr-Einrichtungen und -Truppenteile jederzeit zur intensiven Erläuterung des Bewerbungs- und Einstellungsverfahrens mit der Bad Kreuznacher Personalabteilung Kontakt aufnehmen können. Die Teilnehmer des Arbeitskreistreffens kamen von der 2. Luftwaffendivision /Birkenfeld, der Artillerieschule/Idar-Oberstein, dem Artillerielehrregiment 345/Kusel, dem Führungsunterstützungsbataillon 282/Kastellaun, dem Berufsförderungsdienst Trier, dem Zentrum für Nachwuchsgewinnung WEST/Mainz. Zu Gast war auch das Wehrbereichskommando II aus Mainz, dessen stellvertretender Befehlshaber zugleich „Beauftragter für die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Wirtschaft“ im Wehrbereich II ist. Informationen zum Arbeitskreis Bundeswehr & Handwerk im HwK-Berufsbildungszentrum Bad Kreuznach, Tel.: 0671/ 894013-0, Fax: -888, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , Internet: www.hwk-koblenz.de Stand: 20.11.2009 |






Zurück
Seitenanfang