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Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
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Experten aus Südosteuropa erhalten in Koblenz Informationen über zivil-militärische Kooperationsmodelle

Experten der zivil-militärischen Zusammenarbeit aus verschiedenen Ländern Südosteuropas und Vertreter des Bundesministeriums der Verteidigung besuchten das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft in Koblenz. Foto: HwK Koblenz
Experten der zivil-militärischen Zusammenarbeit aus verschiedenen Ländern Südosteuropas und Vertreter des Bundesministeriums der Verteidigung besuchten das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft in Koblenz. Foto: HwK Koblenz

Koblenz. Die Staaten Südosteuropas vertiefen seit 2007 ihre Zusammenarbeit untereinander und integrieren sie in die europäischen Strukturen. Dazu gehört auch das bereits Ende 2000 mit einem Projekt der deutschen Bundesregierung in Zagreb gegründete „Regional Arms Control Verification and Implementation Assistance Center“ (RACVIAC). Eine Fachgruppe dieses Zentrums besuchte jetzt das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft unter dem Dach der Handwerkskammer (HwK) Koblenz.

Das RACVIAC ist eine internationale, von der Region getragene Organisation und hat zum Ziel, den Dialog und die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen in Südosteuropa im Rahmen einer Partnerschaft zwischen den Ländern der Region und ihren internationalen Partnern zu fördern. Ein wichtiges Teilgebiet ist dabei die Personalgewinnung und -qualifizierung in den Streitkräften und die damit zusammenhängende Berufsförderung für ehemalige Soldaten mit dem Ziel einer Integration in die zivile Wirtschaft. Ein Bereich, in dem sich das Koblenzer Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi) für Soldaten auf Zeit (SaZ) in Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) seit zehn Jahren erfolgreich engagiert.

Der Leiter des BzBwWi, Oberst d.R. Hans-Joachim Benner, stellte den Teilnehmern der Fachgruppe die hiesigen Formen und Möglichkeiten der zivil-militärischen Zusammenarbeit vor. Dabei beleuchtete er sowohl die aktuelle Situation, als auch Auftrag und Zielsetzung des vor zehn Jahren von der Handwerkskammer Koblenz gegründeten und später um die Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern Koblenz und Limburg erweiterten Beratungszentrums. Kern der Darstellung für die Gäste aus Südosteuropa waren die Strukturen der deutschen Wirtschaft und der Berufsbildung. Die zivil-militärische Zusammenarbeit konzentriert sich dabei auf die Themenbereiche der gemeinsamen Nachwuchsgewinnung, der Qualifizierung von Fach- und Führungskräften und die Darstellung aktueller Bildungsprojekte.

Jährlich nahmen und nehmen rund 2.000 Personen aus Politik, Wirtschaft und Bundeswehr sowie SaZ an Informationsveranstaltungen und Tagungen des BzBwWi teil, junge Menschen werden durch die Wehrdienstberater der Bundeswehr, die im BzBwWi seit 2002 mit einem Büro vertreten sind, über berufliche Perspektiven und Karriereplanungen in den Streitkräften informiert. Täglich lassen sich SaZ von den Experten des BzBwWi einen individuellen Qualifizierungsplan zur Vorlage beim Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) für ihren zivilberuflichen Neustart ausarbeiten.

Einen praktischen Einblick in die Bildungsarbeit gewannen die Besucher aus der Fachgruppe abschließend in den modernen Berufsbildungszentren der HwK Koblenz. Dabei erhielten sie einen vertiefenden Eindruck von den beruflichen Möglichkeiten, die sich den Lehrlingen, Gesellen und Meistern, aber auch den Soldaten insbesondere durch eine gewerblich-technische, eine kaufmännische oder gestalterische Aus- und Fortbildung eröffnen. Die Gäste waren beeindruckt von den attraktiven Informations- und Bildungsmöglichkeiten, Vorbereitungen und Perspektiven für Berufseinsteiger und ehemalige SaZ.

Informationen zum Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft, Tel.: 0261/ 398-127, Fax: -934, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Stand: 20.10.2009