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Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
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Gemeinsam Personalverantwortung übernehmen PDF Drucken E-Mail

Gesprächsrunde von Bundeswehr und Wirtschaft zu Personalprojekten in Koblenz

Sie haben das qualifizierte Personal für die Streitkräfte und für die Wirtschaft im Visier und profitieren von der Kooperation Bundeswehr und Wirtschaft. Foto: HwK
Sie haben das qualifizierte Personal für die Streitkräfte und für die Wirtschaft im Visier und profitieren von der Kooperation Bundeswehr und Wirtschaft. Foto: HwK

Die aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, die Personallage der Wirtschaft und der Bundeswehr sowie Formen und Kooperationsmöglichkeiten bei der Umsetzung und Realisierung von neuen Personalprojekten wurden bei einem gemeinsamen Treffen in der Handwerkskammer (HwK) Koblenz erörtert, zu dem das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi) die Personalabteilungsleiter aus den Teilstreitkräften eingeladen hatte.

Eine enge strategische Partnerschaft zwischen der Bundeswehr und der Wirtschaft bedeutet nach Aussage von Oberst d.R. Hans-Joachim Benner, Leiter des BzBwWi, auch, gemeinsam globale Personalverantwortung zu übernehmen.

Im Mittelpunkt der Gesprächsrunde im HwK-Kompetenzzentrum für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation stand das Modellvorhaben der Handwerkskammer Koblenz, in Zusammenarbeit mit Unternehmen der Wirtschaft und der Bundeswehr, einer fachlichen Qualifizierung in verkürzter Form für Soldaten auf Zeit (SaZ) in vier Handwerksberufen sowie deren Realisierung in Zusammenarbeit mit den Streitkräften. Das bundesweite Projekt wurde im Januar 2008 erfolgreich begonnen.

"Pro Quartal startet ein Durchgang im Rahmen einer 15-monatigen, überaus fordernden Ausbildung. Ein hoher Anspruch, den das Modell an die angehenden Fachkräfte der Metall- und Elektrobranche stellt. Hohes Engagement für die beruflichen Ziele und der unbedingte Wille, sie zu erreichen, sind entscheidende Voraussetzungen, um diese Form einer Ausbildung zu meistern", so Oberstleutnant a.D. Karl-Heinrich Forster und Hauptmann a.D. Helmut Kemp vom BzBwWi. Im Hinblick auf den bisherigen Erfolg wird zurzeit eine Modellerweiterung für weitere Berufe geprüft. Das Vorhaben wird langfristig zur Nachwuchsgewinnung der Streitkräfte und der Wirtschaft beitragen.

Dies gilt auch für das neue Logistikprojekt zwischen dem BzBwWi, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Limburg, dem Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) Koblenz und dem Logistikregiment 46 in Diez/Lahn. Das Konzept richtet sich an alle SaZ, die in der Logistikbranche ihre berufliche Karriere und Zukunft nach Ende ihrer Dienstzeit in den Streitkräften sehen. Mit dem Projekt sollen gezielt auch diejenigen erreicht werden, für die die Logistikbranche bislang noch nicht im Fokus ihrer Arbeitsplatzwahl stand.

"Bei der Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Wirtschaft und den gemeinsamen Projekten gibt es nur Gewinner. Die Streitkräfte gewinnen qualifiziertes Personal für eine hochwertige Verwendung. Für die jungen Menschen ergeben sich langfristig berufliche Perspektiven. Und auch die Wirtschaft profitiert von diesen Modellvorhaben der Kooperation im Sinne eines Kreislaufes", war der einstimmige Tenor der Teilnehmer bei der abschließenden Zusammenfassung. Dabei gelte es, den demografischen Wandel klug zu nutzen und seinen Problemen nicht auszuweichen.

In dem Zusammenhang wurde auch das Thema der Reservisten im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit behandelt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die in der Wirtschaft erworbenen Fachkenntnisse für die Bundeswehr von großer Bedeutung sind, umgekehrt die Wirtschaft von den Erfahrungen profitiert, die Reservisten bei der Bundeswehr machen und sie somit zukünftig auch als Mittler und authentische Ansprechpartner im Kontext Arbeitgeber Wirtschaft-Bundeswehr-Gesellschaft zu sehen.

Bei einem Rundgang durch ausgewählte Bildungsbereiche der HwK Koblenz konnten sich die Teilnehmer über den hohen technologischen Stand der Ausbildung im Handwerk informieren. Darüber hinaus wurden Gespräche mit SaZ geführt, die zurzeit an der verkürzten Ausbildung teilnehmen.

Für das Heeresführungskommando nahmen der Abteilungsleiter Personal, Oberst i.G. Horst Wiesinger, Oberstleutnant Manfred Hohmeier und Stabshauptmann Dietmar Beuter, für das Luftwaffenführungskommando der Abteilungsleiter Personal, Oberst i.G. Friedhelm Tränapp, vom Luftwaffenamt Oberstleutnant Sven Peter Callsen, für das Marineamt Fregattenkapitän Ullrich Linke, Oberstleutnant Helmut Thiery vom Streitkräfteunterstützungskommando, Hauptmann Markus Olbrich vom Sanitätsführungskommando und Hauptmann Hans Ludwig Köhler vom Heeresamt in Köln, teil.

Informationen zum Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft, Tel.: 0261/ 398-127, Fax: -934, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Stand: 26.01.2009