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Rund um Fahrzeugtechnik und Versicherungsbranche PDF Drucken E-Mail

28. Arbeitskreis Bundeswehr & Handwerk in der Naheregion

Vor dem HwK-Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege in Herrstein fanden sich die Abordnungen von fünf Bundeswehrtruppenteilen und -dienststellen zum 28. Treffen des Arbeitskreises "Bundeswehr & Handwerk" mit dem Obermeister der Innung Land- und Baumaschinentechnik sowie den Vertretern von DEKRA und Allianz zusammen. Foto: HwK
Vor dem HwK-Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege in Herrstein fanden sich die Abordnungen von fünf Bundeswehrtruppenteilen und -dienststellen zum 28. Treffen des Arbeitskreises "Bundeswehr & Handwerk" mit dem Obermeister der Innung Land- und Baumaschinentechnik sowie den Vertretern von DEKRA und Allianz zusammen. Foto: HwK

Herrstein. Das 28. Treffen des Arbeitskreises "Bundeswehr & Handwerk in der Naheregion", an dem fünf Truppenteile und Dienststellen der Bundeswehr teilnahmen, drehte sich um das Land- und Baumaschinentechnikerhandwerk, Dienstleistungen und Angebote der DEKRA sowie die Berufschancen in der Versicherungsbranche.

Treffpunkt war das Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege der Handwerkskammer (HwK) Koblenz in Herrstein, das Zentrumsleiter Michael Fuhr mit einer Kurzpräsentation vorstellte.

Die Innung Land- und Baumaschinentechnik

Obermeister Paul Raimund von der Innung Land- und Baumaschinentechnik im Kammerbezirk Koblenz war selbst Zeitsoldat für 8 Jahre, bevor er 1985 seinen Betrieb in Meisenheim übernahm. Der Betrieb hat heute acht Beschäftigte und bildet seit 1985 regelmäßig Lehrlinge aus. In sehr anschaulicher Weise stellte Raimund seine vielfältigen Geschäftsfelder, aktuelle Trends und Zukunftsperspektiven vor. Wie er betonte, sind als realistische Arbeitsbedingungen vierzig Wochenstunden bei einer Brutto-Entlohnung von 11,50 Euro pro Stunde anzusehen. Als Obermeister sieht er für seine insgesamt 42 Mitgliedsbetriebe den bevorstehenden Generationenwechsel als große Herausforderung: Seiner Schätzung nach ist in den nächsten fünf bis zehn Jahren für rund ein Drittel der Betriebe die Nachfolge nicht gesichert! Weitere Probleme stellen der Fachkräftemangel und die wachsende Industriekonkurrenz bei der Personalbeschaffung dar.

Im Land- und Baumaschinentechnikerhandwerk liegen Chancen für Soldaten, die eine zivilberufsnahe, technische Verwendung in der Truppe durchlaufen und sich ständig weitergebildet haben. Was das Know-how ausmacht, ist gerade die Vielfalt der Land- und Baumaschinen vom alten Trecker bis zum hochmodernen, computergesteuerten Fahrzeug. Als Empfehlung regte er an, dass interessierte Soldaten Betriebspraktika absolvieren, um ihre Berufskenntnisse, Fähigkeiten und Begabungen zu testen und gezielt über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) durch berufliche Fortbildung weiter auszubauen und zu vertiefen. Entsprechende Bildungsangebote bietet auch die HwK Koblenz. Wie der BFD Trier bestätigte, werden "Ausbildungscoachings" ihm Rahmen arbeitsplatzorientierter beruflicher Bildungsmaßnahmen finanziell gefördert und auch häufig genutzt.

Dienstleistungen und Angebote der DEKRA

Die DEKRA, 1925 gegründet als "Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungsverein e.V." in Berlin, ist Eigentum der Vereinsmitglieder, Speditionen und Unternehmen, die einen Fuhrpark betreiben. Seit 30 Jahren unterhält die DEKRA Akademie GmbH an 100 permanenten sowie an 50 projektbezogenen Standorten ein umfassendes, aktuelles und flexibles Dienstleistungsangebot, das vom Berufskraftfahrer (Lkw und Bus) über Flottenmanagement und Gefahrguttransport bis hin zum simulationsgestützten Fahrtraining und Tachographen reicht.

Joachim Freek von der DEKRA Akademie in Daun, stellte die Dienstleistungen seines Unternehmens und die Angebote für aus dem Militärdienst ausscheidenden Zeitsoldaten vor. Dazu zählen eine Vielzahl von Weiterbildungsgängen und Qualifikationen für bestimmte Berufsgruppen. Reges Interesse bei den Teilnehmern bestand an dem vorgestellten Arbeitsmarktportal der DEKRA, die unter www.dekra-job.de eine eigene Jobbörse zur Prüfung und Vermittlung von Arbeitskräften betreibt.

Berufschancen in der Versicherungsbranche

Jobst Krumhoff, Stefan Hemp und Dirk Weidmann von der Allianz Deutschland AG in Köln präsentierten die Berufschancen für ehemalige Zeitsoldaten in der Versicherungsbranche am Beispiel ihres Unternehmens. Sowohl Krumhoff als auch Hemp waren vor ihrer Versicherungstätigkeit selber SaZ 12-Offiziere und konnten bei ihren Vorträgen die eigenen Erfahrungen beim Wechsel in das zivile Berufsleben mit einbringen. Aufgezeigt wurden im Schwerpunkt potenzielle Beschäftigungsmöglichkeiten und die damit verbundenen Anforderungsprofile.

Gerade für Zeitsoldaten bestehen in jeder Führungsebene sowohl als Kundenbetreuer, als Führungskräfte im Außen- und Innendienst wie auch als selbständige Unternehmer im Verbund der Allianzgruppe deutschlandweit sehr gute Beschäftigungsaussichten. Auch hier wurde angeregt, den direkten Kontakt zu suchen und im Rahmen eines Orientierungspraktikums erste Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln.

Informationen im HwK-Berufsbildungszentrum Bad Kreuznach, Telefon 0671/ 894013-0, Telefax 0671/ 894013-888, Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , www.hwk-koblenz.de

Stand: 16. Juni 2008