| Sicherheitsbranche und Ausbildungsberatung |
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26. Treffen des Arbeitskreises "Bundeswehr & Handwerk" in der Nahe-Region![]() Hans-Dieter Brauns von der DAA-Sicherheitsfachschule Frankfurt (l.) informiert den Arbeitskreis über Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten in der Sicherheitsbranche sowie Schulungsangeboten und Prüfungsvorbereitungen. Koblenz. Das 26. Treffen des Arbeitskreises "Bundeswehr & Handwerk" in der Nahe-Region informierte die Teilnehmer aus sieben Truppenteilen und Dienststellen der Bundeswehr über die Sicherheitsbranche und die Dienstleistungsangebote der Ausbildungsberatung der Kammern.
Hans-Dieter Brauns von der DAA-Sicherheitsfachschule in Frankfurt berichtete, dass in Deutschland etwa 3.500 private Sicherheitsunternehmen existieren; die Unternehmen beschäftigten rund 130.000 Mitarbeiter, überwiegend Angelernte. Zu deren Tätigkeitsfeld gehören Objektschutz und Werttransporte. Mehr als ein Viertel der Aufgaben sind bewaffnete Dienste, von denen eine spezielle Zulassungsprüfung nachgewiesen werden müssen. Kennzeichnend für die Branche sind eine hohe Personalfluktuation und nur beschränkte Aufstiegsmöglichkeiten für Höherqualifizierte. Gewachsene Qualitätsanforderungen hatten dazu geführt, dass 2002/03 zwei staatlich anerkannte Ausbildungsberufe für die Sicherheitsbranche eingeführt wurden, die "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" und die "Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)". Soldaten auf Zeit (SaZ) mit Interesse an der Ausbildung als Sicherheitskraft sollten sich vor einer Schulung bei der zuständigen Prüfungsstelle über die Anerkennung des jeweiligen Bildungsinstitutes informieren, so Brauns.Erfahrungen eines SaZ als Sicherheitskraft
Der 29-jährige Christoph Knickriehm, ehemaliger SaZ 8 und Oberleutnant in der Artillerietruppe, ist seit zwei Jahren "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" und bei einem Sicherheitsdienst in Simmern beschäftigt. Er absolviert derzeit berufsbegleitend die Fortbildung zum "Meister für Schutz und Sicherheit". Seine Militärzeit wurde ihm voll angerechnet, mittlerweile ist er Technischer Betriebsleiter in dem 200 Mitarbeiter zählenden Familienbetrieb.
In einer 6-monatigen Probezeit versehe ein neuer Mitarbeiter zunächst Wach- und Streifendienst, nach einer Festanstellung erfolge der Einsatz als Objektleiter. Der Markt sei nicht gesättigt und böte ehemaligen SaZ gute Beschäftigungsaussichten. Diese brächten als Bewerbungsempfehlungen mit: Menschenkenntnis und -führung, Management und Organisation sowie Ausbildererfahrung. Technische Befähigungen seien dagegen weniger gefragt. SaZ mit mindestens sechsjähriger Verpflichtungsdauer empfehle er, über den BFD eine zweistufige Berufsförderung zu nutzen: zunächst die Ausbildung zur "Fachkraft für Schutz und Sicherheit", anschließend die Fortbildung zum "Meister", die eine Tätigkeit als Niederlassungsleiter eröffne. Vom BFD wurde klar gestellt, dass eine Ausbildung zum Personenschützer nicht direkt förderbar sei. Soldaten, die dieses Berufsziel besäßen, müssten zuvor einen anerkannten Abschluss als Sicherheitskraft erwerben. Kurt Seus, einer von fünfzehn HwK-Ausbildungsberatern, erläuterte dem Arbeitskreis anhand praktischer Fälle die in der Handwerksordnung bzw. im Berufsbildungsgesetz enthaltene Pflicht der Kammern zur Beratung der Ausbildungsbetriebe und Überwachung der Berufsausbildung. Durch ständigen Außendienst und persönlichen Kontakten mit Betrieben und Arbeitgebern besäßen die Ausbildungsberater intensive Kenntnisse über Größe, Entwicklungsvorhaben, Personal- und Weiterbildungsbedarf der Unternehmen. SaZ könnten Ausbildungsberater unterstützen bei der Suche nach Betrieben für Ausbildungscoaching, Ausbildung am Arbeitsplatz oder Umschulung.
Informationen unter Tel.: 0261/ 398-126, E-Mail:
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Letzte Aktualisierung / Stand der Information: 11. Mai 2007 |






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