| Aus Soldaten werden Handwerker |
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Gesellenprüfung nach verkürzter Ausbildung in mehreren Handwerksberufen![]() Praktischer Teil der Gesellenprüfung für Metallbauer im Metall- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Koblenz, an der auch sieben ehemalige Soldaten teilnahmen (von links nach rechts Jörg Füger und René Baumgart), die über das „Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft“ ihre berufliche Zukunft im Handwerk fanden. Foto: HwK
KOBLENZ. Während bei den einen die bestandene Gesellenprüfung nach verkürzter Ausbildung mit einem großen Lächeln und einem kleinen Glas Sekt gefeiert wurde, ging es für die anderen um jede Sekunde und jeden Millimeter beim praktischen Teil der Prüfung zum Metallbauer in den Werkstätten der Handwerkskammer Koblenz. Was beide Gruppen eint: Sie sind Handwerker und Soldaten und über das „Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft“ zur Ausbildung im Handwerk gekommen. Im Rahmen der „Fachlichen Qualifizierung in verkürzter Form von Soldaten auf Zeit (SaZ)“ haben die Bundeswehrangehörigen am Ende ihrer Dienstzeit die Weichen für die weitere Berufslaufbahn auf Handwerk gestellt. Eine entscheidende Rolle bei der Planung und Umsetzung kommt dem Koblenzer „Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft“ zu – einem zivil-militärischen Kooperationsprojekt unter dem Dach der Handwerkskammer Koblenz und den Industrie- und Handelskammern Koblenz und Limburg. Partner sind neben dem Bundesministerium der Verteidigung, die militärischen und zivilen Einrichtungen der Bundeswehr, der deutsche Bundeswehrverband e.V., Organisationen und Unternehmen der Wirtschaft sowie Hochschulen und Institutionen. Für 23 ehemalige Soldaten stand in diesem Winter die Gesellenprüfung nach verkürzter Ausbildung zum Metallbauer, Elektroniker, Feinwerkmechaniker und Anlagenmechaniker an. „Jeder einzelne von ihnen hat sich im Vorfeld über die Ausbildung im Handwerk bei uns beraten lassen, gemeinsam haben wir maßgeschneiderte Konzepte erarbeitet und sind den Weg zur beruflichen Ausbildung gegangen – bislang auch bei den Prüfungen sehr erfolgreich“, fasst Oberst d.R. Hans-Joachim Benner als Leiter des Beratungszentrums zusammen. ![]() Geschafft: Feierliche Vergabe der Gesellenbriefe an die Elektroniker durch den Prüfungsausschuss und Verantwortliche des „Beratungszentrums Bundeswehr-Wirtschaft“ (links im Bild dessen Leiter Oberst d.R. Hans-Joachim Benner), die sich zusammen mit den ehemaligen Soldaten über den erfolgreichen Abschluss der beruflichen Ausbildung freuten. Foto: HwK Für fünf Elektroniker stand Ende Januar der große Augenblick an: Gesellenprüfung bestanden oder nicht? Die große Erleichterung war greifbar – alle fünf sind nun ausgebildete Elektroniker! „Die Chancen für die Soldaten auf eine Übernahme durch die Wirtschaft stehen sehr gut“, weiß Hans-Joachim Benner, denn nicht nur der Fachkräftemangel spielt hier eine Rolle, sondern die Leistungsbereitschaft und soziale Kompetenz der ehemaligen Bundeswehrangehörigen ebenso. „Es sind gesuchte Leute mit Erfahrungen im Umgang mit Menschen, die beim Dienst in der Truppe gereift sind und ständig an sich gearbeitet haben“. Und so profitieren alle von den Möglichkeiten der verkürzten Ausbildung: Die Absolventen, die Wirtschaft über die Fachkräftesicherung und die Bundeswehr über einen Attraktivitätsgewinn. „Die Frage, wie es nach der Bundeswehrzeit weitergeht, beantwortet das Beratungszentrum mit seinen Erfahrungen positiv. Wir finden einen Weg“, fasst Carola Lafos, Leiterin SaZ-Modell, die Leistungen an der Schnittstelle zwischen Bundeswehr und Wirtschaft zusammen. Informationen zum Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft, Tel. 0261/ 398-126, Fax -934, Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Stand: 03.02.2012 |







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